Dienstag, 25. November 2014

Rauschende Bälle, Badespaß und Gaumenfreuden – unterwegs mit dem Mosáico-Express



Foto: Wikipedia, Bella47, Lizenz: CC BY-SA 3.0 AT
Haben Sie Lust auf eine kleine Zeitreise in Wien? Dann steigen Sie ein – in den Mosáico-Express! Wir sind in der Marxergasse 17 im 3. Bezirk. Hier erwarten uns die weltberühmten Sofiensäle

Erster Halt ist der 12. Januar 1848. Am Abend findet der große Eröffnungsball statt – im „Sophienbad-Saal“ mit seinen prächtigen, teilweise vergoldeten Stuckarbeiten. Zu diesem glanzvollen gesellschaftlichen Ereignis dirigiert der berühmte Johann Strauss (Vater) höchstpersönlich. Später zieht es seinen Sohn, den „Walzerkönig“ Johann Strauss, immer wieder in die Sofiensäle. In den Jahren von 1850 bis 1896 dirigiert er hier fast 100 Uraufführungen!


Quelle: Österreichische Nationalbibliothek


Erfrischendes Nass, rauschende Ballnächte


Lithographie F. Kalivoda, um 1850
Sicher verblüfft es Sie, dass Sie in einer Schwimmhalle stehen – so fängt nämlich alles an. Im Sommer kühlen sich die Wiener in dem großen Becken des „Sophienbad-Saals“ ab; im Winter erfrischen sie sich dort mit prickelndem Champagner. Denn dann verwandelt sich der „Sophienbad-Saal“ in einen prächtigen Ball- und Konzertsaal mit einer perfekten Akustik. Dafür wird das Schwimmbecken jedes Jahr aufs Neue mit Brettern abgedeckt und zu einem eleganten  „Tanzboden“ umfunktioniert. 

Anno 1886 ist unser nächster Stopp. Mit dem Anbau des „Blauen Salons“ werden die Sofiensäle endgültig aus der Taufe gehoben. 



Von der Klassik zum Clubbing 


An den nächsten Stationen hält der Mosáico-Express nur kurz. In den nächsten 115 Jahren dienen die Sofiensäle als außergewöhnliche Kulisse für Konzerte, Bälle, Vorträge sowie Operettenpremieren. Das Anwesen ist leider auch kurz mit den dunklen Kapiteln der Wiener Geschichte verbunden: Die Nationalsozialisten nutzen die Sofiensäle unter anderem für ihre Massenveranstaltungen.

1955 richtet die Plattenfirma DECCA in den Sofiensälen eines der modernsten Aufnahmestudios Europas ein. Bis 1981 werden hier Klassik-Schallplatten aufgenommen. Ab Mitte der 70er-Jahre gibt sich die internationale Pop-, Rock- und Clubbingszene ein Stelldichein: auf Konzerten, Partys, Modeschauen und vielem mehr. Nach einem Brand am 16. August 2001 steht das denkmalgeschützte Anwesen jahrelang leer – bis es 2013 aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Seither erstrahlen die Sofiensäle in neuem Glanz.


Blick in den 7000 qm großen Sofiensaal, der in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Bundesdenkmalamt zu neuem Ganz erweckt wurde. Heute finden dort Veranstaltungen aller Art statt: Hochzeiten, Firmenevents, Ausstellungen, Konferenzen, Galadiners und vieles andere mehr.
Bilder: © schreinerkastler.at (li.), © Bernhard Schramm (re.)

Im Heute angekommen, entdecken Sie hinter der sezessionistischen Hauptfassade einen riesigen, modernen Komplex. Neben dem originalgetreu restaurierten „Sophienbad-Saal“ befinden sich unter seinem Dach 68 Wohnungen, ein Hotel, ein Fitnesscenter und „The Room“: Restaurant/Bar und angesagter In-Treffpunkt. Dort kehren wir nach unserer Zeitreise ein und nehmen eine Erfrischung!


Mosáico in den Sofiensälen 



 © Gerhard Janoch
In „The Room“ wandeln Sie über handgegossene Zementfliesen von Mosáico, die wir exklusiv für das Restaurant anfertigten. Die fachmännische Beratung vor Ort und das Verlegen übernahm unser Wiener Partner badambienteHarmonisch abgestimmt auf die messingfarbenen Möbelstoffe und die schicken Designerlampen verleihen die Fliesen „The Room“ ein elegantes und zugleich trendiges Ambiente. Ihr historisches Muster erweist der Geschichte der Sofiensäle seine Reverenz.

Chefkoch Nobert Bader und sein Team erfreuen unsere Gaumen mit einem gelungenen Mix aus österreichischer Küche und internationalen Klassikern. Zu vorgerückter Stunde treffen wir im Herzen des Lokals auf Party- und Szenegänger. Vielleicht setzen wir uns kurz auf einen Cocktail dazu? Und während ein DJ dazu Wohlklingendes auflegt, wippen Sie leicht im Takt mit ihren Füßen – auf den Zementfliesen von Mosáico.

© Gerhard Janoch

© Gerhard Janoch

Mehr Informationen zu klassischen und anderen Mustern bekommen Sie auf unserer Website. Gern informieren wir Sie auch persönlich in unserem Showroom.



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